Torfbacken Dithmarschen
Der Mühlentag 2019

Der Mühlentag 2019

Auch bei anfangs regnerischem Wetter hatte der Süderholmer Torfbackverein die Tortstichentwässerungsmühle am Klaus-Groth-Wanderweg im Süderholmer Moor aufgesegelt.
Doch war leider die Brise zu schwach, um die nachgebaute hölzerne Entwässerungsschnecke anzutreiben, dazu wären mindestens 3 Windstärken nötig. Dennoch waren die Besucher des Süderholmer Mühlentages beeindruckt von dem sehr ruhigen Lauf der Mühle. Es waren nur die Windgeräusche der sich drehenden Flügel zu hören.
Auch waren keinerlei  Geräusche von den ineinander greifenden hölzernen Getriebezahnräder  zu hören, das zeugt von einer ausgezeichneten handwerklichen Ausbildung und Arbeit der Zimmererlehrlinge unter Anleitung der beiden Lehrwerkmeister Jörg Nienhüser und Jochen Lahrsen.

Der Vorsitzende des Fördervereins Torfbacken e.V., Mars Dieter Timm, stand den interessierten Besuchern gerne Rede und Antwort. So erzählte er über die Entstehungsgeschichte der Mühle und  Entwässerungsschnecken und deren Zweck, nämlich den über Nacht vollgelaufenen Torfstich zu entwässern, damit der Torfbauer wieder den Torf abgraben konnte.
Dazu hatte der Verein verschieden Torfspaten und Torfmesser, die seinerzeit um Torfgewinnung verwendet wurden ausgestellt.

Wenn auch der Wind zu schwach war, eine Entwässerungsschnecke anzutreiben, so hatten die Besucher, insbesondere die Kinder, die Möglichkeit, mit der ausgestellten über 100 Jahre alten hölzernen handbetriebenen Entwässerungsschnecke das Grundwasser aus dem Torfstich herauszupumpen, das war schon sehr anstrengend, die mit Grundwasser gefüllte Röhre so zu drehen und in Schwung zu halten, um das Wasser aus dem Torfstich durch die Röhre nach oben zum Ausfluss zu befördern, dazu
brauchte man Kraft und Ausdauer.

Die Mühle und die beiden Entwässerungsschnecken können noch bis Ende September besichtigt werden.

Es war ein schöner Mühlentag im Moor.